Hier stehen gegebenenfalls Nachrichten von meistens vorübergehender Haltbarkeitsdauer über mich an anonym gehaltene Freunde und Bekannte.



>18.11.: Vieles auf der Website ist sträflich veraltet.
Komme kaum dazu, alles zu aktualisieren. Es ist ja auch eine andere gesellschaftliche Situation eingetreten, in der die Führung der Website weniger Sinn macht, wenn man niemand mehr kennenlernt, der sich (in positivem Sinne) für einen interessieren könnte. Auf der anderen Seite ist die Website immer ein Langzeitprojekt gewesen, nicht zu sagen, abgesehen von ihrer flüchtigen Speichernatur ein Ewigkeitsprojekt. Insofern sie als umfangreiches Abbild meiner Person nicht nur individuellen, sondern auch Modellcharakter besitzt. Kurz gesagt, weil sie auch für sich genommen lesenswert ist, auch wenn man mich gar nicht kennt. Mann kennt aber dann einen Menschen. Trotzdem: auch aus dieser Hinsicht wäre ständige Präzisierung bis zum einstigen Stillstand eigentlich Zielstellung. Aber meine Zeit reicht nicht für alle Aufgaben. Ein (unfreiwilliger) Minimalisten-Haushalt macht irrsinnig Arbeit.





>>26. 03.2021 Jetzt muß ich aber doch mal updaten, hier. Ich lebe jetzt alleine. Marion lebt in einem Wohnheim, nachdem sie immer mehr Stress gemacht hat und kurz vor Weihnachten in die Psychiatrie gebracht wurde. Dann ausgebüchst ist, bei mir wieder untergetaucht, nur um am nächsten Morgen laut aus dem Fenster zu schreien, ich wollte sie umbringen, weil ich nicht sofort gehorcht habe und gesprungen bin und sie rausgelassen habe, da ich grade auf's Klo musste. Da hat sie dann die schwer belasteten Verhältnisse zu den Nachbarn noch mehr herausgefordert und den Mietvertrag damit in Gefahr gebracht. Mein Geld zum Leben und mein Leumund über meine Ungefährlichkeit im Alltag, sind Dinge, die ich mir beim besten Willen nicht erlauben kann, in Gefahr zu bringen. Vielleicht hat sie sich ja gegruselt, weil sie sich meine Härte nicht erklären konnte. Die Nachbarn haben dann die Polizei gerufen, aber als die dann kam, war sie längst abgehauen und hat als nächstes meinen uralten Vater aufgemischt. Der hat das zwar überlebt, aber es war sehr peinlich und nervig für meine Schwester, die sich um seine Angelegenheiten kümmert.
Nach der Psychiatrie kam sie in ein Wohnheim, und ich habe ihr meine Scheidungsabsichten definitiv erklärt. Mit der Scheidung ist sie durchaus einverstanden, aber es ist dieses „großzügige“ Einverständnis, denn sie hat längst gecheckt, dass das bei weitem ihre beste Chance war, was sie sich da selbst zerstört hat. Ich will aber nicht mehr. Es war ja nicht das erste mal, sondern das soundsovielte, dass sie auf meiner Hingabe in ähnlicher Form herumgetrampelt ist. Es war ein Scheiß – Leben, mit ihr zusammen, in den letzten 5 Jahren. Nicht jede Sekunde, aber die meiste Zeit. Zuletzt praktisch ganz ohne noch miteinander zu reden. Und wenn dann oft böses anzuhören, Versuche, mich zu verletzen, mir Angst zu machen, mich auszuschließen, usw. Auch mit gewisser geistiger Überlegenheit, ist das hart, alle paar Tage mit Hass überzogen zu werden, im Extremfall manchmal sogar sein Zimmer abzuschließen um schlafen zu können, ohne das Gefühl vielleicht ja doch in Gefahr zu sein. Sich die Angewohnheit zuzulegen unter Dauerberieselung von Sci-Fi Hörbüchern zu schlafen, um sich von den Sch. Gedanken abzulenken und überhaupt schlafen zu können... und dann oft tags müde zu sein. Ist schwer wieder abzugewöhnen.
Die ersten 3-4 Monate des alleine – lebens habe ich hauptsächlich damit zugebracht, den endlosen Papierkram zu bearbeiten, die Wohnung endlich mal gründlich aufzuräumen auszumisten zu putzen, hier und da zu reparieren und ähnliches. Es kommt ja auch ständig was nach. Eigentlich wird man nie fertig, aber das hängt zum Teil auch davon ab, wieviel Blumentöpfe und Krimskrams man sich ans Bein bindet und sich dann drum kümmern muß. Mit dem Scheiß Corona-Maskenunwesen packt mich auch nicht grade die große Lust irgendwo hinzugehen. Meine Motivationen in Gesellschaft zu gehen waren doch ohnehin nur noch ziemlich an der Borderline, und dann auch noch das...



>03.04: Habe es jetzt tatsächlich endlich geschafft, ein Tinder-Profil in Betrieb zu nehmen. Auch wenn mir eigentlich kaum jemand zu fies ist um nur mal kennenzulernen – natürlich werde ich dann nicht gegengematcht – ist es doch öde und frustrierend zu sehen, welche Massstäbe die meisten Menschen an sich und andere anlegen, um sich, oder andere gut (attraktiv) zu finden. Oder schwindeln nur um eine Stelle (als Liebhaber/in) zu kriegen, die sie dann eigentlich nicht wollen und künftig Götzendienst leisten müßen. Scheiß Kapitalismus. Lichtblicke gibt es auch, aber wer weiß, da stehen die Schwindler dann vermutlich Schlange. Und die wenigen einfach nur guten Leute noch mit dabei. Immerhin, Weckhovener: Ihr könnt mich jetzt matchen! Einige Girls wollten das doch schon immer....
Allerdings glaube ich allmählich, Tinder ist der selbe Beschiss wie alle Datingdienste, reine Abzocke und das Geschäft besteht genau darin, das, wofür der Dienst angetreten ist, nicht zu machen. Wie soll ich es mir erklären, dass ich ein „match“ habe, mit virtuellem Goldstaub berieselt werde einen Hallo- Satz schreiben darf, und nicht mal eine höfliche Antwort erhalte. Das würde doch niemand machen: Nicht antworten. Wenn er kann. Nich mal n freundlicher Satz. Wahrscheilich könnte man sich verabreden und optimal aufeinander abstimmen, als direkte Nachbarn mit gleichen Interessen und Alter m/w und würde sich nicht finden in diesem System.

>13.04.2021 upl16. Wischen Sie nur, wie sie wollen, ich zahle keinen Pfennig!

Hör mal Tinder, das sind meine Liebesbriefe, meine Likes, nicht Deine, die Du da nur gegen Erpressergeld herausgeben willst! Und mir dann noch nicht mal die Adresse herausgeben, damit ich antworten kann, es sei denn, ich zahle noch mal.

Stelle man sich vor, Du findest einen Zettel im Briefkasten: Jemand hat Ihnen einen sehr wichtigen Brief geschrieben! Wenn Sie wissen wollen wer, hinterlegen Sie einen Euro für den Postboten im Briefkasten!
Und wenn Du dann den Euro hinterlegst, kriegst Du einen Zettel mit einem Photo von einer Person, und es heißt, sie ist unheimlich scharf auf Dich, aber wenn Du ihren Brief inclusive Rückadresse haben willst, solltst Du noch mal 5 Euro für den Postboten in den Kasten legen.
Wenn Du dann brav bist, und die 5 Euro reinlegst, kriegst Du auch tatsächlich den Dir von einer anderen Person zugedachten Brief. Dann freust Du Dich und überlegst Dir stundenlang die beste aller Antworten, die Dir einfällt, bringst sie zu Papier und legst sie zur Abholung, nebst weiteren 5 Euros für den Postboten in den Briefkasten, und denkst, dass die andere Person ihn auch bekommt.
Was aber passiert, ist dass die andere Person jetzt einen Zettel in den Briefkasten geworfen bekommt: Sie haben einen Liebesbrief bekommen, wollen Sie wissen, von wem? Dann einen Euro.
Wollen sie ihn auch lesen? dann 5 Euro.
Und dann kommt Dein Brief an, aber alle eventuellen Adressdaten sind geschwärzt, so, dass die Person, wenn sie zurückschreiben will, nochmal... Und die echte Adresse kostet dann 50 Euro.

Und das ist nur das, was jeder weiß, und was eigentlich kein Geheimnis ist. Aber: Würden Sie gegen jemanden online pokern, wenn Sie wüßten, dass ihr Gegenspieler, wenn er nur unehrlich ist, jederzeit in ihre Karten gucken kann, Sie aber nicht in seine?
Gewiss: Es gibt ganze Internetunternehmen, die von soetwas leben, aber es hat ja auch niemand gesagt, dass es nicht Massen von leider dummen Leuten gibt, die noch so wenig Geld übrig haben.

Was aber niemand beweisen kann, weil es eben niemand wissen, aber auch niemand kontrollieren kann, ist dass ihre Liebesbriefe gelesen werden, und bewertet usw. Und die Ergebnisse in Charts geformt und zu Werbezwecken verkauft werden. Wenn Sie also geschrieben haben: "Ich bin es leid, betrogen zu werden" Und damit bei der Tinder-Adressatin gut angekommen sind, dann steht demnächst auf dem Supermarkt-Werbezettel: "Wir sind es doch alle leid, betrogen zu werden, darum gibt unser Supermarkt eine Ehrlichkeits-Garantie!" Und Tinder kassiert nochmal.... (Das ist natürlich verkürzt es gibt ja Millionen Daten, die zusammengerechnet werden, um genau das zu machen.)

Und wenn eine Person auf Tinder besonders oft geliked wird, und die Gefahr besteht, dass sie bald erfolgreich dauerhaft vermittelt sein könnte, dann wird die Zahl der Matches gedrosselt und nur noch solche Matches durchgelassen, bei denen statistisch eine geringe Erfolgswahrscheinlichkeit besteht, denn die Vermittlung attraktiver Kundschaft muß vermieden werden, weil sie ja sonst nicht mehr zahlt und niemand mehr zahlt, um ihr Briefe zu schreiben, die nie abgeholt werden. Überhaupt darf im Grunde niemand wirklich vermittelt werden, sondern alle nur beinahe, denn sonst fallen sie als zahlende Kundschaft weg. Ausser bei One night stands, die man natürlich immer wieder neue haben muß. Im übrigen, wenn reale Treffen vermieden werden können, ist es auch gar nicht erforderlich, dass die Personen real vorhanden sind, sondern man kann die Profile von längst gekündigten, oder frei erfundene Profile im Computerbetrieb als Bots weiterlaufen lassen und "die Idioten zahlen dafür".

Ob man so jemand seinen Liebesbrief anvertrauen würde? Also kann man im Grunde nur eins machen: Gesichtskontrolle und im Sekundentakt Likes und Dislikes vergeben, um sich abzureagieren, an den ganzen Leuten, die da denken, sie wären so was dolles. Das macht wenigstens Spass. Statt zu denken: Na, ja, die sieht zwar Scheiße aus, und sie will keine one night stands, aber vielleicht ja nur , weil sie schlechte Erfahrungen gemacht hat, dass das so nicht funktioniert und sie will vielleicht unbedingt Sex, was will sie sonst überhaupt hier, aber vorher ein paar Tage Vorarbeit machen, und überhaupt, Aussehen ist kein Kriterium, wenn eine wirklich will, lass mer die doch erst mal kennen-lernen, also grünes herzchen, zu den Guten... Das wär normal, aber das ist natürlich nicht die Art sich abzureagieren und bei Tinder sinnlos.
Machst Du aber Gesichtskontrolle im Sekundentakt, und ganz ohne vorgestelltes Wohlwollen, dann lieferst Du Tinder noch wertvollere und gefährlichere Marktdaten, nämlich die über das Unterbewusste....

Wischen Sie also nach Herzenslust, wie Sie wollen, oder auch nicht, Sie kriegen sowieso kein Date mit mir, weil ich nicht zahle. Keinen Pfennig. Nicht an Tinder.