Man kriegt keine wasserdichten Klamotten. Es gibt den schlauen Spruch, es gebe kein schlechtes Wetter, sondern nur ungeeignete Kleidung. Früher hatten wir so gelbe „Ostfriesen-Nerze“, die sind aber nur noch schwer zu kriegen, gehen nicht bis unten und schützen beim Radfahren die Beine nicht. Außerdem geht das Zeug schnell kaputt, ist in unserer Größe noch schwerer erhältlich, hat noch diverse andere Macken und ich mag es auch nicht unbedingt, wenn man mich von weitem mit gelber Leuchtfarbe rumlaufen sieht. Und sonst die große Masche „athmungsaktiv“--das ist es ja eben, alles was athmungsaktiv ist, ist definitiv nicht wasserdicht, solange man es nicht aufspannt, wie eine Zeltplane. Auf den Schultern aufliegend ist es zum Durchsickern prädestiniert. Man kriegt nichts. Wir hatten jedenfalls nichts. Geld ist ja auch knapp.
Unheimlich cool fand ich es da,
Fahrrad-Regencapes aus diesen dunkelgrünen Baumarkt-Gewebeplanen zu nähen. Die haben wir seit einigen Jahren. Aber leider: Auch nicht dicht. Obwohl aus purem Plastik, werden diese Planen auf Dauer undicht, wenn sie immer wieder geknittert (in einen Sack gestopft) werden. Also mußte was neues her. Leider bin ich beim Kauf des Stoffes hereingefallen: Nur der Stoff von Marions Cape war wirklich wasserdicht. Meiner war, na raten Sie?---“athmungsaktiv“.. Also habe ich eine halbe Tube Silikon mit einem Spachtel ganz fest in den Stoff hineingespachtelt. Jetzt ist er dicht. Wo ich allerdings nicht fest genug gespachtelt habe, droht sich die Silikonschicht schon wieder abzulösen. Ich werde mir die Näharbeit wohl irgendwann noch mal machen müssen.Marion und ich in unseren Capes Marion meint, ihr Ding sieht aus, wie eine blaue „Burka“. Das ist lustig, hoffentlich wird sie nicht angepöbelt, sonst müßen wir wohl noch eine Mickymaus aufnähen oder sonst etwas eindeutig unislamisches. Vielleicht ein erfundenes Markenetikett „Rainmaster“.
Die Silikongedichtete Kapuze sitzt dank Gummibändern immer eng an Kopf oder Mütze und dreht sich bei Kopfbewegungen mit, so dass man nach hinten gucken kann.
doppelschichtige Kapuze nach aussen geklappt
Noch wichtiger für den Winter ist, dass ich endlich warme Mützen aufgetrieben habe und die grüne gestrickte Sturmhaube, die immer so viel Missfallen bei Bekannten erregte in den Müll werfen konnte. Woolworth hat gefütterte Mützen mit Wangenklappen. Wie Southpark-Kyle und die DDR-Militärs im Winter. Dazu gehört dann nur noch ein
Kälteschutz für das Gesicht, der sich in dem Fell sogar von alleine einklettet, ohne dass ich Flauschband einnähen musste. Mit Atemschlitz, ich benutze das Ding oft. Vor allem zum Fahrradfahren in Herbst und Frühjahr speziell bei Regen.Ich halte das für albern, so zu tun als müßte man das Gesicht nicht vor Kälte schützen. Ich möchte eine erneute Gesichtslähmung vermeiden. Gesichtsschützer von vorne .. und von der Seite

Für Temperaturen tief im Minus habe ich noch eine extra wärmende Gesichtsmaske gefertigt: Die berühmte Hohlmaske die angeblich nur Geisteskranke als das erkennen können, was sie ist. ..also auf einem Foto ohne echte Dreidimensionalität. Ja, das ist die Kunst-Fell-gefütterte Innenseite, die genau auf mein Gesicht passt und sich von innen in dem Regencape oder einer Woolworth-Mütze festkletten lässt. Die Aussenseite sieht nämlich so aus: Mondgesicht oder so:Mondgesicht 2 oder so Mondgesicht 3 (mit zum heftigen Athmen, wie auf dem Fahrrad geöffneten Mund.) Allerdings muß ich sagen, dass bei Eisglätte Radfahren natürlich sowieso nicht so angesagt ist, wenn man sich leicht verletzt. Angedacht war auch ein Atemluft vorwärmungs-Rohr unter der Kapuze, aber dazu kam es nicht und jetzt ist dieser Winter sowieso so milde, bis jetzt.--Im Schlamm ausgerutscht bin ich und habe mir den Fuß verstaucht-- Von wegen gefrorene Glätte! Lehmpampe!